Hannover, 6. Januar 2026 | Wie kann die Energie- und Wärmewende gelingen und welche Verantwortung tragen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft? Mit diesen zentralen Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler beim CollegeAbend des Wintersemesters 2025 zum Thema „Energie und Klima“.

Energie und Klima

Inhaltliche Grundlage des Abends waren die Ausführungen von Univ.-Prof. Dr.-Ing. H.-P. Beck vom Institut für Elektrische Energietechnik und Energiesysteme der TU Clausthal. Er ordnete das Energieproblem in einen globalen Kontext ein und zeigte auf, wie stark steigender Energieverbrauch, CO₂-Emissionen und Klimawandel miteinander verknüpft sind. Deutlich wurde, dass die Energiewende eines der größten Transformationsprojekte unserer Zeit darstellt und ohne einen grundlegenden Umbau von Kraftwerken und Stromnetzen nicht gelingen kann.

Anschließend ergänzte Derya Guran, Head of Board Affairs der enercity AG, die wissenschaftliche Perspektive um Einblicke aus der Praxis. Sie erläuterte den aktuellen Stand der Energiewende in Deutschland und machte deutlich, dass insbesondere im Stromsektor Fortschritte erzielt wurden, während in den Bereichen Wärme und Verkehr weiterhin große Herausforderungen bestehen. Dabei betonte sie die Bedeutung langfristiger Strategien, verlässlicher politischer Rahmenbedingungen und gesellschaftlicher Akzeptanz.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Finanzierung der Energiewende. Der notwendige Ausbau von Netzen, erneuerbaren Erzeugungsanlagen und modernen Wärmesystemen erfordert erhebliche Investitionen. Diskutiert wurde, wie Wirtschaftlichkeit und Bezahlbarkeit miteinander in Einklang gebracht werden können, um die Energiewende für breite Teile der Bevölkerung tragfähig zu gestalten.

Auch die Themen Digitalisierung und Versorgungssicherheit spielten eine wichtige Rolle. Der Stromausfall in Spanien im April 2025 wurde als Beispiel dafür herangezogen, wie sensibel moderne Energiesysteme reagieren können. Ergänzend beteiligten sich die Schülerinnen und Schüler aktiv an interaktiven Umfragen, unter anderem zu Energieverbrauch und Blackout-Vorsorge.

Abschließend wurden unterschiedliche Vorstellungen einer zukünftigen Energieversorgung diskutiert. Besonders häufig genannt wurden erneuerbare Energien, Windkraft sowie langfristige Technologien wie die Kernfusion. Das Fazit des Abends: Die Energie- und Wärmewende erfordert Wissen, Investitionen und Verantwortung auf allen gesellschaftlichen Ebenen.

 

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Next:

Wir blicken bereits gespannt auf das Government Game am 27. Januar.

Die Schülerinnen und Schüler managen in mehreren Krisenteams eine Infrastrukturkrise und entscheiden im Parlamentsspiel über ein neues Sicherheitsgesetz.