Hannover, den 23. Februar 2026 | In der Auftaktveranstaltung zum neuen Semester „Wirtschaft global“ ging es darum, welche Bedeutung globaler Handel für Wirtschaft und Gesellschaft hat und welchen Einfluss Logistik, Politik und internationale Zusammenarbeit auf weltweite Handelsströme haben. Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler beim CollegeAbend zum Thema „Globaler Handel“.
Inhaltliche Grundlage des Abends bildeten die Beiträge von Stefan Schröder, Geschäftsführender Gesellschafter der LNC sowie Ulrich Herfurth, Managing Partner bei Herfurth & Partner.
Auftaktveranstaltung zum neuen Semester „Wirtschaft global“ in Hannover
Zu Beginn wurde deutlich, wie eng wirtschaftliche Macht und Handel historisch miteinander verbunden sind. Anhand von Beispielen vom Römischen Reich über die Handelsmacht Venedig bis hin zu den kolonialen Handelsnetzwerken Portugals, Spaniens und Großbritanniens wurde gezeigt, dass Handel seit jeher ein zentraler Motor für wirtschaftliche Entwicklung, politischen Einfluss und gesellschaftlichen Wandel ist.
Im weiteren Verlauf wurde die Entwicklung des globalen Handels im 20. und 21. Jahrhundert betrachtet. Der wirtschaftliche Aufstieg der USA nach dem Zweiten Weltkrieg sowie das starke Wachstum asiatischer Volkswirtschaften wie China und Indien verdeutlichen die Verschiebung wirtschaftlicher Zentren. Niedrige Produktionskosten, technologische Fortschritte und neue Märkte wurden als wichtige Treiber der internationalen wirtschaftlichen Verflechtung hervorgehoben. Gleichzeitig wurde deutlich, dass globaler Handel heute neben Waren auch Dienstleistungen und geistiges Eigentum umfasst.
Klemens Kober, Leiter des Referats Handelspolitik, EU-Zollfragen, Transatlantische Beziehungen in der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) wurde online für ein Interview zugeschaltet und bot wertvolle Einblicke in die transatlantischen Beziehungen zwischen den Weltmächten und Europa. Dabei ging er insbesondere auf die globalen Veränderungen durch die Politik der USA und China ein. Er machte auch deutlich, dass die regelbasierten Systeme multinationaler Organisationen wie UN und WTO zunehmend blockiert werden, und stattdessen sich die Zusammenarbeit im internationalen Handel in bilaterale Abkommen zersplittert.
Stefan Schröder erläuterte die zentrale Bedeutung der Logistik für funktionierende internationale Handelsstrukturen. Sie sorgt dafür, dass Waren zur richtigen Zeit am richtigen Ort und in der richtigen Menge verfügbar sind. Die Schülerinnen und Schüler erhielten Einblicke in die Komplexität moderner Lieferketten und lernten, wie verschiedene Transportwege und logistische Prozesse zusammenwirken, um weltweite Warenströme zu ermöglichen.
Das Fazit des Abends: Globaler Handel ist ein zentraler Bestandteil der modernen Weltwirtschaft und erfordert ein Zusammenspiel von Logistik, Technologie, politischen Rahmenbedingungen und internationaler Zusammenarbeit.
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Next:
Wir blicken bereits gespannt auf den nächsten CollegeAbend zum Thema Internationales Kapital am 14. April.





