Hannover, den 03. März 2026 | Die Auftaktveranstaltung zum neuen Semester „Wirtschaft global“ zeigte, welche Bedeutung globaler Handel für Wirtschaft und Gesellschaft hat und welchen Einfluss Logistik, Politik und internationale Zusammenarbeit auf weltweite Handelsströme haben. Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler beim CollegeAbend zum Thema „Globaler Handel“. Inhaltliche Grundlage des Abends bildeten die Beiträge von Ulrich Herfurth, Wirtschaftsanwalt in Hannover.

Auftaktveranstaltung zum neuen Semester „Wirtschaft global“ in Braunschweig

Dabei wurde deutlich, wie eng wirtschaftliche Macht und Handel historisch miteinander verbunden sind. Anhand von Beispielen vom Römischen Reich über die Handelsmacht Venedig bis hin zu den kolonialen Handelsnetzwerken Portugals, Spaniens und Großbritanniens vermittelte der Vortrag, dass Handel seit jeher ein zentraler Motor für wirtschaftliche Entwicklung, politischen Einfluss und gesellschaftlichen Wandel ist.

Danach rückte die die Entwicklung des globalen Handels im 20. und 21. Jahrhundert ins Blickfeld. Der wirtschaftliche Aufstieg der USA nach dem Zweiten Weltkrieg sowie das starke Wachstum asiatischer Volkswirtschaften wie China und Indien verdeutlichen die Verschiebung wirtschaftlicher Zentren. Niedrige Produktionskosten, technologische Fortschritte und neue Märkte wurden wichtige Treiber der internationalen wirtschaftlichen Verflechtung. Globaler Handel umfasst heute neben Waren auch Dienstleistungen und geistiges Eigentum, Rechte und Daten..

Klemens Kober, Leiter des Referats Handelspolitik, EU-Zollfragen, Transatlantische Beziehungen in der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) wurde online für ein Interview zugeschaltet und bot wertvolle Einblicke in die transatlantischen Beziehungen zwischen den Weltmächten und Europa. Dabei ging er insbesondere auf die globalen Veränderungen durch die Politik der USA und China ein. Er machte auch deutlich, dass die regelbasierten Systeme multinationaler Organisationen wie UN und WTO zunehmend blockiert werden, und stattdessen sich die Zusammenarbeit im internationalen Handel in bilaterale Abkommen zersplittert.

Die Schülerinnen und Schüler befassten sich intensiv mit der Frage, wie eng unser Alltag als Verbraucher mit internationalen Handelswegen verknüpft ist. Aktuelle Beispiele, etwa die Blockade des Suezkanals durch die „Ever Given“, geopolitischer Konflikte oder klimabedingter Einschränkungen am Panamakanal machten deutlich, wie anfällig globale Lieferketten sind. Dabei gaben die Teilnehmer gute Einschätzungen zu den wirtschaftlichen und rechtlichen Folgen  von Verzögerungen, steigenden Transportkosten und Lieferengpässen für Unternehmen, Preise und Konsumenten.

Das Fazit des Abends: Globaler Handel ist ein zentraler Bestandteil der modernen Weltwirtschaft und erfordert ein Zusammenspiel von Logistik, Technologie, politischen Rahmenbedingungen und internationaler Zusammenarbeit.

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Next:

Wir blicken bereits gespannt auf den nächsten CollegeAbend zum Thema Internationales Kapital am 14. April.