Göttingen, den 29.04.2026 | Im Rahmen des CollegeAbends zum Thema „Informationsgesellschaft & Medien“ setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit den Grundlagen, Entwicklungen und Herausforderungen moderner Medien auseinander. Ziel der Veranstaltung war es, ein vertieftes Verständnis für die Rolle von Informationen in Wirtschaft und Gesellschaft zu vermitteln.
Göttinger Tageblatt im Gespräch
Zu Beginn gab Rechtsanwalt Ulrich Herfurth einen Überblick über die historische Entwicklung von Informations- und Kommunikationstechnologien. Von frühen Formen der Bild- und Schriftsprache über die Erfindung des Buchdrucks bis hin zur digitalen Vernetzung wurde deutlich, dass Medien seit jeher eine zentrale Bedeutung für gesellschaftliche Entwicklung und Wissensverbreitung haben. Besonders hervorgehoben wurde das binäre System als Grundlage moderner Informationstechnologie und dessen Bedeutung für die digitale Transformation.
Im weiteren Verlauf wurde die Rolle von Informationen als zentraler Faktor in Wirtschaft und Gesellschaft thematisiert. Dabei standen insbesondere die Funktionsweisen sozialer Medien, deren Finanzierungsmodelle sowie die Nutzung personenbezogener Daten im Fokus. Es wurde deutlich, dass Daten in der digitalen Wirtschaft eine zentrale Ressource darstellen und häufig als „Währung“ in digitalen Geschäftsmodellen dienen.
Darüber hinaus erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die Strukturen der heutigen Informationsgesellschaft. Digitale Plattformen übernehmen eine Schlüsselrolle in Kommunikation, Unterhaltung, Bildung und Wirtschaft, während Informationen jederzeit und nahezu überall verfügbar sind. In diesem Zusammenhang wurde auch auf die Marktmacht großer Plattformen hingewiesen: So deckt die Suchmaschine Google einen Großteil der weltweiten Suchanfragen ab und erzielt einen erheblichen Anteil der globalen Werbeeinnahmen.
Antonia Herfurth, Anwältin für IP- und IT-Recht, erläuterte die Funktionsweise von Algorithmen und zeigte auf, wie diese durch ihre Eigendynamik die Meinungsbildung sowohl im Konsum als auch in politischen Prozessen beeinflussen können. Ergänzend stellte sie aktuelle gesetzliche Rahmenbedingungen vor, die den Schutz von Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie einen fairen Wettbewerb gewährleisten sollen.
Ein praxisnaher Einblick in die Medienbranche erfolgte durch Frerk Schenker, Chefredakteur des Göttinger Tageblatts. Er beschrieb die aktuellen Herausforderungen des Journalismus, insbesondere im Hinblick auf sinkende Auflagen und rückläufige Werbeeinnahmen, zeigte jedoch zugleich Chancen durch den digitalen Wandel auf. Während klassische Printangebote an Bedeutung verlieren, gewinnen digitale Formate, Social Media und neue Bezahlmodelle zunehmend an Relevanz.
Zudem wurde herausgearbeitet, wodurch sich journalistische Arbeit von anderen Medienformen, etwa durch Influencer, unterscheidet. Journalistinnen und Journalisten sind dem Wahrheitsgebot verpflichtet, müssen sorgfältig recherchieren, Fakten korrekt darstellen und objektiv berichten. Diese Grundsätze basieren auf der im Artikel 5 Grundgesetz verankerten Meinungs- und Informationsfreiheit.
Die engagierte Mitarbeit und die differenzierten Fragen der Schülerinnen und Schüler – insbesondere im Austausch mit dem Chefredakteur – verdeutlichten das große Interesse am Thema und die intensive Auseinandersetzung mit den Inhalten.
Fazit: Der CollegeAbend zeigte, wie prägend Medien und Informationen für die moderne Gesellschaft sind und wie wichtig ein kritischer, reflektierter Umgang mit digitalen Inhalten ist.
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Next:
Wir blicken bereits gespannt auf den nächsten CollegeAbend zum Thema Digital Business am 04. Mai.



